Bush warnt vor Truppenabzug aus dem Irak

Hier in Deutschland haben viele mit der Bush-Ära bereits abgeschlossen und manch einer träumt schon von Präsident Barack Obama. Noch ist aber Bush Präsident und er hat zu den Truppenabzugsplänen der Demokraten etwas zu sagen.

Hier die Thesen nochmal aufgezählt:

Pullout from Iraq…

  • “enormous strategic costs for the US”
  • “would incite chaos and killing”
  • “destroy the political gains the Iraqis have made”
  • “abandon our friends to terrorists and death squads”
  • “endanger Iraq’s oil resources” =>
  • “severe disruption to the world’s economy”
  • “increase the likelyhood that al-Qaida will regain save havens”
  • “propaganda victory of colossal proportions for the global terrorist movements”
  • “way to defeat America: bleed it into submission”
  • “signal to Iran: US not serious in confronting its efforts to control the region”
  • “signal to the region: US cannot be trusted to keep its word”
  • “defeat in Iraq would be felt by Americans at home”

Einige Leute, die Bush nicht für voll nehmen, machen an dieser Stelle vielleicht den Fehler, diese Thesen nicht für voll zu nehmen.

Auch ein Barack Obama müsste sich mit einer von ihm geführten Regierung der weltpolitischen Rolle stellen, die die USA nun mal haben. In diesem Kontext sind die Thesen, die Bush aufzählt, durchaus relevant.

Andererseits kann man sich natürlich fragen, ob man die Truppen nach Bushs Thesen überhaupt noch aus dem Irak abziehen könnte.

Einen wichtigen Faktor unterschlägt er nämlich doch: In den westlichen Demokratien sind kriegerische Einsätze auf Dauer nicht ohne die Zustimmung der Bevölkerung durchzuführen. Und diese Zustimmung hängt nun mal u.a. davon ab, wie blutig ein Konflikt ist und welche (medial!) erkennbaren Fortschritte sich zeigen. Die Bereitschaft, hohe Verluste (man denke an WKII-Kategorien) hinzunehmen, ist allgemein nicht vorhanden.

Beim Krieg gegen den Terror muss zudem der Eindruck entstehen, die herkömmlichen militärischen Mittel seien nicht geeignet, einen endgültigen Sieg davon zu tragen. Weil immer jemand einen Anschlag verüben kann, was nicht absolut zu verhindern ist. Das hat schon von Anfang an etwas Frustrierendes, eben auch für das amerikanische Volk. Ein Krieg, den man in dem Sinne nicht gewinnen kann. Und Bin Laden ist immer noch nicht erwischt worden, sondern gerade erst mit einem neuen Tonband auf Al-Jazeera präsent gewesen.

Alles in allem wird Bush die Amerikaner wohl nicht umstimmen können, sie wollen ihre Truppen heim holen.

Wann auch immer die USA ihre Truppen abziehen, die Terroristen können dies immer als ihren Sieg darstellen. Den Irakern bleibt zu wünschen, dass sie in der Lage sind, ihre Probleme einigermaßen in den Griff zu bekommen, auch nach einem Truppenabzug.

0 Antworten zu “Bush warnt vor Truppenabzug aus dem Irak”


  1. Keine Kommentare

Eine Antwort hinterlassen