Neues Und Bekanntes

Tyrannen bestrafen statt belohnen

22. März 2008 · 19 Kommentare

Deutliche Worte beim Antibürokratieteam und zuvor bei Rebellmarkt-Don Alphonso.

Die Reporter ohne Grenzen haben dazu schon lange vor den aktuellen Ereignissen in Tibet einige Grafiken vorbereitet, die an entsprechender Stelle auf dem Blog oder der Homepage platziert werden können.

Für alle, die dafür sind, Tyrannen rechtzeitig klare Ansagen zu machen. Und die sich nicht aus ökonomischen Gründen mit welchen ins Bett legen, die auf Menschenrechte einen großen Haufen machen oder mit denen zusammen noch abfeiern als wäre nix gewesen.

Hier ein aktueller Artikel der RSF zu Tibet.

Weitere Grafiken zu diesem Thema:

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Kategorien: Bekanntes · Blogosphäre · Geschichte · Gesellschaft · Hinweis · Medien · Neues · Politisches · Wirtschaft

19 Antworten bis hierher ↓

  • Libero // 23. März 2008 um 6:13

    china verdient Gegenwehr. Der Dalai Lama und seine Clique auch. Er verdient auch keine Aufmerksamkeit. Ich verstehe, das die Geschichte abgelegener Gebiete des Himalaya nicht vielen Europäern bekannt ist. Gerade deshalb sollte man die Erinnerungen der wenigen Europäer an ihre Jahre in Tibet vor 1945 lesen. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wer alles dem Repräsentanten eines feudalistischen Systemes, allgemein bekannt als Dalai Lama, huldigt. Dir muß ich das nicht schreiben, anderen schon.

  • NUB // 23. März 2008 um 7:42

    Hier die Geschichte, wie der Dalai Lama angeblich “gefunden” wurde.

    Es geht den meisten, die sich zu den Vorgängen aktuell äußern, wohl weniger um eine Beweihräucherung des Dalai Lama.

  • Libero // 23. März 2008 um 10:43

    Ein freies Tibet kann nicht die Rückkehr des Dalai Lamas an die spitze des Staates bedeuten!

  • NUB // 23. März 2008 um 14:20

    Aber das müssen doch die Tibeter klären, oder?

    Viele Völker, die zunächst um ihre Unabhängigkeit streiten, fangen erst später an, über ihre Regierungsform zu debattieren. Als erstes wollen sie mal die Unabhängigkeit.

  • luclog // 23. März 2008 um 21:07

    Als erstes wollen sie mal die Unabhängigkeit.

    Naja, das wollen die Basken und die Iren auch. Im Übrigen ist das doch merkwürdig in diesem Fall nun mit Volk zu argumentieren. Im riesigen China, könnte das sicherlich zu allerhand blutigem Konflikt führen. Das sind ja nicht alles Han-Chinesen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lker_Chinas

  • Bad Blog » Tibets Holocaust. Ein Märchen für Deutsche. // 23. März 2008 um 21:07

    [...] wieder das Gespräch auf die “Olympiade ‘36“. Dies ist ein deutsches Trauma, welches Neues und Bekanntes, Otto Graf Lambsdorff und ein Herr Schulz in Dormagen miteinander [...]

  • NUB // 23. März 2008 um 21:23

    Also die Reporter ohne Grenzen hatten schon vor der Tibetaffäre genügend Gründe, Olympia in China abzulehnen.

  • NUB // 23. März 2008 um 21:44

    luclog

    Naja, das wollen die Basken und die Iren auch. Im Übrigen ist das doch merkwürdig in diesem Fall nun mit Volk zu argumentieren.

    Gibt es denn eine tibetische ETA? Es ist nicht mehr merkwürdig, wenn man sich vor Augen hält, dass ja in China schon eigene Oppositionelle, kritische Blogger und andere im Knast landen oder zusammengeschlagen werden, wie man mit Separatisten verfährt, kann man sich da eigentlich an zwei Fingern abzählen.

  • Edward E. Nigma // 23. März 2008 um 23:41

    ETA hies die Truppe nicht, aber das bedeutet nicht, dass sie weniger zimperlich war:

    “Schon die simple Tatsache eines blutigen Guerillakriegs, der von einer Untergrundarmee seit 1958 im Namen der tibetischen Kultur gegen die Chinesen ausgefochten wurde, läßt an der legendenhaften absoluten Friedfertigkeit der Tibeter zweifeln. Daß der bewaffnete Kampf u.a. der Organisation Chusi Gandruk von einem der älteren Brüder des Dalai Lama, Gyalo Thöndup geleitet und von der CIA gesponsert wurde, wirft ein zwiespältiges Licht auf den ewig friedfertig lächelnden Dalai Lama selbst. Der bewaffnete Widerstand wurde 1973 auf Druck der USA eingestellt, nachdem die Amerikaner sich mit den Chinesen ins Benehmen setzen wollten. Die jährliche Unterstützung von 1,7 Millionen Dollar allein durch die CIA und andere Gelder blieben aus, und die Untergrundarmee wurde aufgelöst.”

    Quelle: Ein ungeheures Lächeln, Marcus Hammerschmitt, 2001

  • NUB // 24. März 2008 um 8:32

    Edward E. Nigma

    Danke für die Erinnerung und den Hinweis.

    Ich meinte jetzt aber auf die aktuellen Ereignisse bezogen. Wo sind da tibetische Gewaltakte, die ein hartes Vorgehen Pekings rechtfertigen?

  • luclog // 25. März 2008 um 13:10

    @ NUB

    Man darf das natürlich nicht falsch verstehen. Ich bin kein Maoist, und auch kein Freund der chinesischen Regierung oder Regierungsform. Man muss aber trotzdem den Gedanken zulassen, daß der Fall China nicht so einfach ist. Es ist schwierig einen Vielvölkerstaat mit solchen Bevölkerungsmassen kontrolliert in die Moderne zu führen ohne das es Mord und Totschlag gibt. Ich habe ja schon auf England und Spanien hingewiesen, und das sind im Vergleich ganz kleine Länder die es nicht schaffen ihre ethnischen Konflikte zu lösen. Die meisten Länder sind sogar dazu übergegangen sich aus moralischer Selbstüberschätzung ethnische und religiöse Konflikte zu importieren.
    Im Fall Tibet ist, die Interessenlage der Chinesen eigentlich völlig klar, und eigentlich stimmt sie mit der der Tibeter sogar weitestgehend überein. Wohlstand braucht zuallererst Sicherheit, und diese Sicherheit bietet China. Die andere Möglichkeit wäre ein Anschluss an die USA und die westliche Welt. Das würde aber China nicht hinnehmen und kann es auch nicht hinnehmen weil dadurch ein Präzedenzfall geschaffen würde, an dem China zerbrechen kann. Die Chinesen können sich hier also gar keine Freiheiten erlauben. Eine solche Forderung ist also völlig unrealistische,und nutzt nur den anderen Machtblöcken. Eine humanitäre Frage stellt sich aber realistisch gesehen nicht. Denn auch Amerika oder Russland würden keine ethnisch begründeten Abspaltungen in ihrem Staatsgebiet zulassen. Dabei könnte man sich durchaus vorstellen, daß so eine kleine Schweiz innerhalb der USA durchaus lohnenswert wäre.

  • NUB // 25. März 2008 um 13:31

    @luclog

    Ich weiß, dass es für China nicht so einfach ist, aber Edward E. Nigmas Auffassung, die Unruhen kämen nicht zufällig und nicht auf Wunsch der Chinesen vor der Olympiade (sondern dann auf Betreiben der Tibeter) lässt etwas außer Acht. Wäre den Chinesen wirklich so daran gelegen, keine schlechte Presse zu bekommen, dann könnten sie die Unruhestifter ja zunächst mal etwas Chaos anrichten lassen, die ausländische Presse nicht aussperren, um dadurch die Tibeter als Aggressoren erscheinen zu lassen. Danach könnte China immer noch härter vorgehen (Mord und Folter außen vor) und für Ordnung sorgen.

    Was macht China stattdessen? Es ist China völlig wurscht, was hier im Westen geschrieben wird, man sperrt das ganze Gebiet für ausländische Journalisten, um … na was eigentlich zu machen? Na um knallhart vorzugehen. Am besten so, dass jedem Tibeter allein beim Gedanke an Aufmucken schon das Gruseln kommt.

    Modell Hongkong:

    Am 1. Juli 1997 übernahm die Volksrepublik China in einem großen zeremoniellen Akt die Kontrolle über Hongkong von den Briten. Seitdem ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone. Dies bedeutet, dass es in allen politischen Bereichen, ausgenommen Außen- und Verteidigungspolitik, ein hohes Maß an Autonomie genießt. Jedoch hat die Regierung in Peking wiederholt versucht, diese Autonomie auszuhöhlen. Markantestes Beispiel dafür war Artikel 23 des Hongkonger Grundgesetzes, der Anti-Subversions-Paragraf, gegen den eine halbe Million Menschen demonstrierten und gleichzeitig den Rücktritt des unpopulären Chief Executive Tung Chee-hwa verlangten. (Wikipedia)

    Vielleicht könnte es so in die Richtung gehen? Aber solange China meint, mit purer Gewalt das Problem lösen zu können anstatt mit Politik, auch weil der Westen eben keinerlei Druck wirklich ausübt und wirklich möchte — aus wirtschaftlichen Gründen — solange wird sich am repressiven Charakter des chin. Systems generell nichts ändern.

    Die UdSSR wurde berechtigt kritisiert und unter Druck gesetzt, Edward E. Nigma hat bei sich auf die Boykottspiele von Moskau 1980 hingewiesen. Es gab aber ebenso wirtschaftliche Druckmittel. Gegenüber China gibt es keine wirklich harte Kritik und keinen wirklichen Druck, überhaupt etwas für die Menschenrechte zu tun. Jeder Dialog diesbezüglich ist ein Witz, Leute, die selber ihre Machtinteressen mit äußerster Härte vertreten, verlieren jeden Respekt, wenn das Gegenüber wachsweich daherkommt. Der Westen, ein Papiertiger.

  • NUB // 25. März 2008 um 15:56

    FAZ Artikel

    In ihrer Reaktion auf die Unruhen unter den Tibetern fällt die chinesische Führung ganz in altkommunistische Rhetorik zurück. Zuerst hieß es „Volkskrieg“, dann „Kampf auf Leben und Tod“ und „völlige Ausmerzung“. All das sind Vokabeln, derer sich Chinas Kommunisten in der Vergangenheit gern und häufig bedienten und die früher im Kampf gegen „Klassenfeinde“ verwendet wurden. Jetzt kommen sie noch im Zusammenhang mit „Separatisten“ gelegentlich vor. In China findet man die martialische Wortwahl nicht weiter auffällig.

    (…)

    Wenn man nun in China im Fernsehen sieht, wie aufgebrachte Tibeter Chinesen schlagen und deren Geschäfte in Brand setzen, wenn man sieht, wie verängstigte Chinesen in Lhasa vor einem tibetischen Mob fliehen, dann fühlen viele mit den Geschlagenen. Da das chinesische Fernsehen nur die chinesischen Opfer zu Wort kommen lässt, nicht aber die tibetischen, weiß der durchschnittliche Zuschauer nicht, dass es auch auf der tibetischen Seite Tote und Verletzte zu beklagen gibt. Die im Ausland reichlich gemeldeten Truppenkonzentrationen und der Schusswaffengebrauch durch die Polizei in tibetischen Gebieten kommen in den offiziellen Medien ebenfalls kaum vor oder werden mit der Notwendigkeit einer Stabilisierung der Situation begründet.

    Es gibt also wahrscheinlich Gewalt, die von beiden Seiten ausgeht. Dass den Chinesen aber nicht klar ist, was die Zerstörungsrhetorik im Ausland bewirkt, ist einfach unverständlich.

    Wie gesagt, wenn ihnen so viel am Image läge, könnten die Chinesen weniger brutal (in Wort und Tat) einschreiten. Das lässt nur den Schluss zu, dass man die ausländische Presse sowieso als feindselig bezeichnen möchte und tut und lässt, was man will.

  • luclog // 25. März 2008 um 16:48

    Es gibt also wahrscheinlich Gewalt, die von beiden Seiten ausgeht.

    Soweit ich die Geschehnisse in Erinnerung habe ging die Gewalt von einer Seite aus. Und ich halte die chinesische Darstellung, daß die Mönchskaste hier die Fäden gezogen hat nicht für so unwahrscheinlich. Irgendeine andere Gruppe die diese Angriffe auf chinesische Geschäfte koordinert haben könnte ist bisher noch nicht aufgetreten. Das war eine geplant Aktion, und die Chinesen haben diese sicherlich nicht entfacht.

  • Edward E. Nigma // 25. März 2008 um 17:13

    “Ich meinte jetzt aber auf die aktuellen Ereignisse bezogen. Wo sind da tibetische Gewaltakte, die ein hartes Vorgehen Pekings rechtfertigen?”

    Die organisierten Angriffe auf Chinesen in Tibet sind ja jetzt zum Glück langsam ans Licht der westlichen Öffentlichkeit gelangt. Ebenfalls gab es vor zwei Monaten einen Vorfall, bei dem es sich mindestens um eine Flugzeugentführung, maximal um den Versuch den Angriff auf das WTC am 11. September 2001 auf chinesische Verhältnisse umzumünzen. Damals wurde leider nicht bekannt, ob es sich bei den Entführern um Uiguren, Tibeter oder eine andere ethnische Minderheit handelte.

    “Ich weiß, dass es für China nicht so einfach ist, aber Edward E. Nigmas Auffassung, die Unruhen kämen nicht zufällig und nicht auf Wunsch der Chinesen vor der Olympiade (sondern dann auf Betreiben der Tibeter) lässt etwas außer Acht. Wäre den Chinesen wirklich so daran gelegen, keine schlechte Presse zu bekommen, dann könnten sie die Unruhestifter ja zunächst mal etwas Chaos anrichten lassen, die ausländische Presse nicht aussperren, um dadurch die Tibeter als Aggressoren erscheinen zu lassen. Danach könnte China immer noch härter vorgehen (Mord und Folter außen vor) und für Ordnung sorgen.”

    “Bei dieser Überlegung, vergessen Sie, dass es sich bei China um einen sogenannten Vielvölkerstaat handelt, der zentral gelenkt wird. Die Sorge das aus einem regionalen Aufstand ein landesweiter wird, die ist sehr groß in der chinesischen Führung. Und das zu recht wie die Historie Chinas zeigt…”

    “Was macht China stattdessen? Es ist China völlig wurscht, was hier im Westen geschrieben wird, man sperrt das ganze Gebiet für ausländische Journalisten, um … na was eigentlich zu machen? Na um knallhart vorzugehen. Am besten so, dass jedem Tibeter allein beim Gedanke an Aufmucken schon das Gruseln kommt.”

    Die westlichen Medien, NUB, können keinen Aufstand in China herbeischreiben, deshalb geht es den Chinesen herzlich am Arsch vorbei was in diesen spekuliert wird. Die paar Chinesen die die Auslandspresse lesen können sind auf Parteilinie. So what?

    Naja, und was das knallharte Vorgehen betrifft, so möchte ich darauf hinweisen, dass eine Dritte-Welt-Diktatur prozentual mehr Blut an ihren Händen zu kleben hat, als jeder chinesische KP-Vorsitzende inklusive Mao…

  • NUB // 25. März 2008 um 17:26

    Die westlichen Medien, NUB, können keinen Aufstand in China herbeischreiben, deshalb geht es den Chinesen herzlich am Arsch vorbei was in diesen spekuliert wird. Die paar Chinesen die die Auslandspresse lesen können sind auf Parteilinie. So what?

    Ich dachte, es geht u.a. darum, welches Bild von China vor der Olympiade um die Welt geht. Im Bad-Blog meine ich so etwas gelesen zu haben. Deswegen sei es ja kein Zufall, dass (das von tibetischer Seite) jetzt losginge. Also ist es nun egal, was in der westlichen Presse steht oder nicht? Und wenn es nicht egal ist, warum führen sich die Chinesen dann so auf?

    Naja, und was das knallharte Vorgehen betrifft, so möchte ich darauf hinweisen, dass eine Dritte-Welt-Diktatur prozentual mehr Blut an ihren Händen zu kleben hat, als jeder chinesische KP-Vorsitzende inklusive Mao…

    Was heißt prozentual? China ist der Staat mit den meisten Todesurteilen, Quelle dazu. 2004: Nach wie vor können etwa 70 Delikte in China mit dem Tod geahndet werden. Dazu gehören auch zahlreiche Delikte, die eine Anwendung von Gewalt nicht voraussetzen, wie beispielsweise die Hinterziehung von Steuern. Und genaue Zahlen sind noch nicht mal bekannt, es kann durchaus eine Dunkelziffer geben.

    Ich mache da an sich auch keinen Unterschied, ob es um Tibeter oder Chinesen oder andere Minderheiten geht, das Regime ist allgemein sehr brutal.

  • NUB // 25. März 2008 um 17:56

    The Tibetan government in exile says the death toll from the demonstrations in Tibet is about 140.

    “While we have confirmed information on the death toll from the demonstrations so far, it has been extremely difficult to get the details,” the Dalai Lama’s exile government said in a message posted on its Web site Monday.

    The group said the overall toll was “around 140,” and it listed the names of 40 Tibetans killed in protests that started March 10.

    Previously, the Dalai Lama’s government said 99 protesters died. China has put the death toll at 22. Quelle

    Sind es Demonstrationen, Edward E. Nigma, oder hälst Du das was die Tibeter machen für Terror? Oder was soll es sein? Selbst gewalttätige Demonstrationen sollten normalerweise nicht zu Toten führen.

  • Alles O.K. in Tibet « Hotel Villa de Art // 27. März 2008 um 10:48

    [...] Blut an seinen Händen kleben als Diktaturen in kleineren Dritte-Welt-Ländern (Edward E. Nigma, unten bei den Kommentaren). Die Rechnung ist zwar haarsträubend, aber nach dieser Einsicht kommt es auf die paar [...]

  • Edward E. Nigma // 28. März 2008 um 17:14

    “Ich dachte, es geht u.a. darum, welches Bild von China vor der Olympiade um die Welt geht. Im Bad-Blog meine ich so etwas gelesen zu haben. Deswegen sei es ja kein Zufall, dass (das von tibetischer Seite) jetzt losginge. Also ist es nun egal, was in der westlichen Presse steht oder nicht? Und wenn es nicht egal ist, warum führen sich die Chinesen dann so auf?”

    Für die chinesische Führung ist das größte Problem, dass ihnen ihr Vielvölkerstaat um die Ohren fliegt. Nicht die europäische Presse. Für alle Minderheiten und Unzufriedenen in China ist natürlich die Aufmerksamkeit die dem Land vor Olympia geschenkt wird, der Grund genau jetzt Streß zu machen. Datt wollt ick damit sagen…

    “Was heißt prozentual? China ist der Staat mit den meisten Todesurteilen”

    Naja, der Staat mit den meisten nachgewiesenen Todesurteilen, vielleicht. Sudan, Iran und Burma zum Beispiel werden nicht gerade viel zimperlicher sein… Prozentual heißt, dass während der Herrschaft der Steinzeitkommunisten unter Pol Pot in Kambodscha rund 1,7 bis 2 Millionen Menschen ums Leben kamen. Damals gab es in dem Land vielleicht 60 Millionen Menschen, macht etwas um die 3% der gesamten Bevölkerung.

    3% der Bevölkerung in China müssten beinahe 40 Millionen Menschen sein. Auch wenn es gerne behauptet wird, soviele Tote haben die Maoisten noch nicht auf dem Gewissen. Zumal die kolportierten Totenzahlen zur Hälfte immer nur aus Ungeborenen und Hungertoten bestehen…

    “Sind es Demonstrationen, Edward E. Nigma, oder hälst Du das was die Tibeter machen für Terror? Oder was soll es sein? Selbst gewalttätige Demonstrationen sollten normalerweise nicht zu Toten führen.”

    Am Anfang sollen wohl organisierte Tibeter auf die in Lhase lebenden Han-Chinesen losgegangen sein. Das hatte eher etwas von einem Mob der sich die von ihm als Schuldigen definierten Menschen vorknöpft… Und letztlich können die lahmen Ostermärsche hier in Deutschland nicht mit Demonstrationen in anderen Ländern verglichen werden. Allein einige Kilometer weiter in Richtung Westen, nämlich in Frankreich sehen Demonstration komplett anders aus, viel militanter als hier…

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