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Raucher sollen durch Horrorbilder abgeschreckt werden

2. September 2007 · 8 Kommentare

Das fordert Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach von der “Premium-Volkspartei” der Sozen.

Alternativ könnte man das Volk auch mit einem entsprechenden Öffentlich-Rechtlichen Film beeinflussen, “Die Kippe des Todes” oder so etwas. Zumindest bei Kindern und Jugendlichen sollen Vorträge in der Schule, mit Filmmaterial angereichert, ein kurzes Nachdenken bewirken. Jemand, der eine Krebserkrankung durch Rauchen hinter sich hat, hält z.B. an Schweizer Schulen Vorträge.

In mehreren Ländern wie Kanada, Indien, Australien und Singapur gibt es bereits derartige Bilder auf den Verpackungen. Lauterbach sagte dem Blatt: “Es gibt dort schon Untersuchungen, die zeigen, dass Warnhinweise mit Bildern Menschen wirklich vom Rauchen abhalten können. Deshalb bin ich stark für die Einführung solcher Fotos.”

Kann ich mir nicht vorstellen. In der medial abgehärteten Splatter-Gemeinde der Fernsehzuschauer erschrecken solche Bildchen doch auf Dauer niemand ernsthaft. Das würde heutzutage sogar auf Schulhöfen eher für Lacher sorgen.

Und ist das Sommerloch nicht langsam wieder zu? Jeder erwachsene Raucher weiß, dass es ein Krebsrisiko durch das Rauchen gibt und dass eine Krebserkrankung tödlich enden kann. Alles wissenschaftlich zu 100% abgesichert. Im Gegensatz zur Horror-Bildchen-Abschreckung, die nur auf Mutmaßungen fußt.

Die Heuchelei ist dabei ohnehin, dass die Regierung Steuereinnahmen aus der Tabaksteuer kassiert, andererseits aber den Auftrag sieht, dem Volk das Rauchen abzuerziehen. Regierungsabsichten, erwachsene Wähler zu erziehen, haben immer etwas Anmaßendes an sich.

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